Hochwirksam - mit Grenzen

Die Homöopathie ist eine Hilfe zur Selbsthilfe und kann immer dann wirken, wenn grundsätzlich noch eine Möglichkeit der Selbstheilung besteht. Mit wenigen Ausnahmen können so praktisch fast alle Erkrankungen behandelt werden.

Die Ausnahmen betreffen vor allem bestimmte Verletzungen sowie alle Notfälle und Krankheiten, die chirurgisch oder intensivmedizinisch behandelt werden müssen. Bei Patienten, die seit Jahren schwerste Leiden erdulden, sich vielen Operationen unterziehen mussten und nur mit starken Medikamenten ein halbwegs lebenswertes Leben führen können, kann auch die Homöopathie keine vollständige Heilung bringen. Der Organismus ist beispielsweise nicht in der Lage, stark deformierte Gelenke, wie zum Beispiel bei einer Arthrose oder Polyarthritis, unter Zuhilfenahme eines homöopathischen Mittels zu regenerieren. Für einen Diabetiker, der seit Jahren auf Fremdinsulin angewiesen ist, gibt es keinen homöopathischen Ersatz. Ein Organ, das seit Jahren keine Funktion mehr ausübt, kann nicht mehr aktiviert werden. Der therapeutische Ansatz in der Homöopathie besteht in diesen Fällen darin, eine Linderung zu verschaffen und durch Stärkung der Lebenskraft den Verbrauch von Medikamenten oder die Begleitsymptome zu reduzieren.

Stark belastende familiäre Situationen, aus denen man sich nicht befreien kann, können darüber hinaus einer Heilung im Wege stehen oder diese erschweren. Auch schlechte Lebensgewohnheiten, die der Patient nicht aufgeben kann oder will, wie krasse Ernährungsfehler, Alkohol-, Zigaretten- oder Drogenkonsum, extremer Schlafmangel etc., können eine Heilung verhindern.